Pferdekrankheiten Berichte



Hufrehe Erkrankung

Hufrehe

Eine Hufrehe kann durch mehrere Ursachen ausgelöst werden. Ihnen ist gemeinsam, dass sie zu einer Störung der Mikrozirkulation des Blutes im Bereich der Huflederhaut führen.

Was ist Hufrehe:

Hufrehe ist eine Pferdekrankheit, unter der man eine Entzündung der Huflederhaut versteht. Dabei löst sich die Hufkapsel von der Lederhaut. In Extremfällen, kann es auch zum völligen „Ausschuhen“ kommen. Bei einer chronischen Rehe kann es auch zu einer Hufbeinrotation führen.

Es gibt mehrere „Arten der Hufrehe:

  1. Medikamentenrehe
  2. Belastungsrehe
  3. Geburtsrehe
  4. Futterrehe
  5. Vergiftungsrehe

Arten der Hufrehe:

  1. Medikamentenrehe:

Medikamente können ebenfalls die Ursache für eine Hufrehe sein. Unter besonderem Verdacht stehen „Cortisonpräparate“.

  1. Belastungsrehe:

Die Überlastung des Pferdehufes durch:

    • falsches Training
    • übermäßige Arbeit
    • harte Untergründe und lange Stehphasen, birgt das Risiko der Entstehung der sogenannten Belastungsrehe.
  1. Geburtsrehe:

Verbleiben beim Abfohlen kleine Überreste der Nachgeburt in der Gebärmutter, kommt es zu einer „bakteriellen Zersetzung“. Die entstehenden Zerfallsprodukte, gelangen so in den Blutkreislauf des Pferdes und verursachen eine Geburtsrehe.

  1. Futterrehe:

Eine weit verbreitete Form der Hufrehe, ist die durch eine falsche Fütterung verursachte Futterrehe. Hierbei kommt es zu Stoffwechselstörungen beim Pferd. Freigesetzte Gifte gelangen über den Blutkreislauf in die Huflederhaut. Auch durch eine zu reichliche Fütterung mit Gras, kann es zu einer Futterrehe beim Pferd kommen. Hierbei scheint „Fruktan“ für die entstehende Hufrehe verantwortlich zu sein.

  1. Vergiftungsrehe:

Von Giftpflanzen wie:

Robinien

Rizinus

Eicheln

Vor allem Schimmelpilzen, die häufig im Futter zu finden sind, geht eine große Gefahr der Vergiftungsrehe aus.

Wie äußert sich „Hufrehe“ beim Pferd?

Ein erstes Zeichen ist ein eher kühlerer Huf als im Normalzustand. Dieses erste „kühle“ Zeichen, bleibt in den meisten Fällen unbemerkt. Außerdem ist der anfänglich „kühle Huf“ meist nur einige Minuten kühl und wird dann, nach fortgeschrittener Entzündung warm. Auch am Kronrand bemerkt man eine leichte Schwellung. Ein erhöhter Puls im Bereich der Zehenarterien (Hinterseite Fesselkopfes) lässt sich ertasten. Die Pferde zeigen einen verhaltenen Gang, flache, kurze Schritte und zu fortgeschrittener Krankheit, einen immer steifer werdenden Gang. Beim Abtasten der Hufsohle, zeigt das Pferd eine erhöhte Schmerzhaftigkeit! Ein weiteres körperliches Zeichen ist eine erhöhte Atmung. Fieber ist nicht auszuschließen. Das Pferd verhält sich eher unruhig und man sieht es ihm an, dass es unter mehr oder weniger starken Schmerzen leidet.

Bei einem akuten „Hufreheschub“, unterscheidet man zwischen vier „Schmerzgraden“.

Grad 1: Das Pferd hebt die Hufe abwechselt. Im Schritt ist kaum eine Veränderung zu erkennen, jedoch bemerkt man spätestens im Trab einen kurzen, steifen Gang.

Grad 2: Das Pferd geht willig im Schritt, aber man erkennt einen steifen Gang. Das Aufheben eines Fußes ist noch ohne Schwierigkeiten möglich

Grad 3: Das Pferd bewegt sich äußerst ungern und wehrt sich heftig gegen den Versuch einen Fuß aufzuheben.

Grad 4: Totale Bewegungsverweigerung beim Pferd stellt sich ein. Es bewegt sich nur mehr unter Zwang und hat schon sehr starke Schmerzen.

Sofortmaßnahmen bei Hufrehepatienten:

Bei auftretender Hufrehe ist eine sofortige Verständigung des Tierarztes notwendig. Sollten Sie Ihren Hufschmied erreichen, so kann auch dieser, in Verbindung mit dem Tierarzt, zu Rate gezogen werden. Empfehlenswert ist es das betroffene Bein, bzw. Beine zu kühlen. Kaltes Wasser hilft die Schmerzen ein wenig zu lindern und den Entzündungsprozess zu hemmen. Nach Absprache mit dem Tierarzt könnte bis zu dessen Eintreffen „Acetylsalicylsäure“ (Schmerzmittel) verabreicht werden. Wichtig bei Hufrehe ist nicht nur eine Behandlung der Krankheit durch den Tierarzt und Hufschmied, sondern auch über eine mögliche Ursachenbekämpfung nachzudenken!

Vorbeugen gegen Hufrehe!

Eine sofortige, wohl überlegte Futterumstellung ist bei allen „Rehepatienten“ zu empfehlen. Artgerechte Haltung mit Bewegungsfreiheit und entsprechend großen Flächen ist sehr wichtig für das Pferd. Giftpflanzen, sowie Pilze sollten von den Pferdeweiden entfernt werden. Artgerechte Fütterung und füttern nach Leistung, sollte oberstes Prinzip sein. Vermeiden Sie Übergewicht bei Ihrem Pferd.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme gilt für das Frühjahr, wo die ersten Graspflänzchen zu sehen sind. Junges Gras enthält eine Menge Zucker – Futterrehe!

Vermeiden Sie Bewegung mit Ihrem Pferd auf zu hartem Untergrund. Trab und Galopp bitte nicht auf harten Böden. Nach langen Ausritten, oder Transporten kühlen Sie bitte die Beine Ihres Pferdes. Setzen Sie auf genügend, qualitativ hochwertiges Raufutter, sowie ein paar Äpfel und Karotten. Bevorzugen Sie bei der Hufrehe Fütterung auch Stroh, es dient als leckerer „Zwischensnack“ und ist reich an Ballaststoffen.

Hufrehe ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung des Pferdes. Wie bei allen Krankheiten ist es immer wichtig auch die Ursache für einen „Krankheitsausbruch“ zu finden und zu bekämpfen. Achten Sie stets auf die tägliche Körperpflege, sowie auf einen regelmäßige „Koppelkontrolle“. Beobachten Sie Ihr Pferd kümmern Sie sich liebevoll um das Tier. Eine liebevolle Betreuung ist die Beste Vorbeugung und der erste Schritt in die richtige Richtung!

 

Kotwasser bei Pferden – Behandlungstipps

Wie bereits im Artikel „Ursachen von Kotwasser“ beschrieben, leiden viele Pferde an diesem unangenehmen Stoffwechselproblem. Hier einige Tipps, wie Sie und Ihr Pferd dieses Verdauungsproblem in den Griff bekommen.

Kotwasser bezieht sich auf Verdauungsstörungen, wobei vor oder nach dem Äpfeln aus dem Pferdeafter eine braune Brühe herauskommt. Die Pferdeäpfel sind in diesem Fall allerdings von ganz normaler Konsistenz, das heißt, es handelt sich dabei nicht um Durchfall. Auf den ersten Blick ist Kotwasser nur für die Reiter oder Pferdehalter unangenehm, da man die braun gefärbten Streifen saubermachen muss. Das Kotwasser rinnt am Hinterteil, am oft schon sehr unsauberen Schweif und an den Pferdebeinen entlang, was zu Reizungen, offenen Stellen und bösen Entzündungen führen kann. Blähungen und Verdauungsschwierigkeiten kommen gelegentlich noch als weitere Symptome hinzu, was eine zusätzliche Belastung der Pferde bedeutet. Kotwasser kann absolut unabhängig vom Koten oder Äpfeln abgesetzt werden. Oft hebt das Pferd in der Box den Schweif und das braun gefärbte Wasser spritzt dann ziemlich unangenehm an die oft noch frisch gestrichene Boxenwand. Ganz besonders im Winter sollte man auf Kotwasser achten, da bei den niedrigen Temperaturen die ausgeschiedene Flüssigkeit nicht von selbst abtrocknen kann und auf der Haut anfriert, was das ganze Thema nur noch verschlimmert. Besonders bei Fohlen, Mutterstuten und auch bei älteren Pferden sollte man ein besonderes Augenmerk auf Kotwasser haben. Angeblich sind hauptsächlich Wallache und freizeitlich benutzte Pferde von Kotwasser betroffen, also im Verhältnis nur wenige Sportpferde. Statistiken behaupten außerdem, dass von den betroffenen Tieren, mehr als die Hälfte davon ständige Erscheinungen haben und ein weiterer Großteil nur im Winter unter diesen Problemen leiden.

Ursachen von Kotwasser:

  • Schlechte Futterqualität
  • Fütterungsfehler oder einseitige Ernährung (Silage)
  • Parasiten oder falsche Entwurmung
  • Nebenwirkung von Medikamentenbehandlung
  • Zahnprobleme
  • Übersäuerung
  • Störungen im Stoffwechsel
  • Gestörte Darmflora
  • Leberfunktionsstörungen
  • Verstopfung
  • Psychische Belastung/Stress (Stallwechsel, Veranstaltungen, verändertes Haltungssystem)

Es ist oft sehr schwer die genaue Ursache von Kotwasser oder von Durchfall herauszufinden. Übrigens findet man auch im Blutbild nicht immer konkrete Informationen, die über die konkrete Ursache oder über diese Krankheit Auskunft geben. Achten Sie deshalb beim Reiten oder beim Weidegang darauf, ob Ihr Pferd Kotwasser ausscheidet. Es kann vorkommen, dass offensichtlich ganz gesunde Pferde schon seit langer Zeit unter massivem Kotwasser leiden, was natürlich auf die Gesundheit und den Allgemeinzustand schlägt.

1. Darmflora und Stoffwechsel des Pferdes optimieren:

Viele Pferde leiden an einer gestörten Darmflora. Dies kann folgende Ursachen haben:

  • Fütterung von „saurem Futter„, wie zB Silage, Heulage, melassiertes (zuckerreiches) Kraftfutter, generell zu viel Kraftfutter bzw. generell Futter von schlechter Qualität, wie schimmliges Heu oder fruktanreiches Gras.
  • Medikamentengabe – viele Antibiotika zerstören dauerhaft die Darmflora, diese muss neu aufgebaut werden.
  • Ganz wichtig ist die regelmäßige Entwurmung. Um zielsicher zu entwurmen, sollte man regelmäßige Kotuntersuchungen für jedes Pferd durchführen. Jedoch ist nach jeder Entwurmung die Darmflora des Pferdes neu aufzubauen.
  • Allgemeine Fütterungsfehler, wie beispielsweise Fütterung von Kraftfutter vor der Raufutter-Gabe. Dies kann zu einer Übersäuerung des gesamten Darmtraktes des Pferdes führen.

Viele Kunden von Pferdehanf berichten von einer äußerst Stoffwechsel-optimierenden Fähigkeit dieses natürlichen  Zusatzfutters für Pferde. Aufgrund seiner Zusammensetzung wird dem Pferdehanf eine entgiftende und harmonisierende Wirkung auf den gesamten Stoffwechsel der Pferde nachgesagt.

2. Die Lebensumstände des Pferdes optimieren

Um eine übermäßige Wurmbelastung zu vermeiden, sollten Sie auf die nötige Boxen und Weidehygiene achten. Hierzu gehört das tägliche Absammeln der Pferdeäpfel aus Stall und Weide. Um einen größeren Wurmbefall zu vermeiden kann man Stall und Weide mit effektive Mikroorganismen besprühen oder den Stall mit „Urgesteinsmehl“ ausstreuen bzw. die Weiden  regelmäßig kalken.

Ganz wichtig ist das soziale Umfeld des Pferdes. Hier einige Punkte zum Überlegen:

  • Wie verträgt sich Ihr Pferd mit seinen „Boxennachbarn“ oder „Koppelnachbarn“?
  • Wie verhält sich Ihr Pferd in der Herde? Bemerken Sie Konflikte in der Herde?
  • Wie gestaltet sich die „Mensch-Pferd“ Beziehung?

3. Die Zähne:

Achten Sie unbedingt auf den Zustand der Zähne! Leidet Ihr Pferd unter Zahnproblemen, kann es möglicherweise die Nahrung nicht mehr ausreichend zerkauen. Dies begünstigt das Entstehen von „Kotwasser“.

4. Blockaden der Wirbelsäule:

Blockaden entlang der Wirbelsäule können zu „erhöhtem Stress“ von Wirbelsegmenten führen. Diese Kompression der Wirbelkörper kann zu einer „Fehlinformation“ zu Organen wie Leber und Nieren und den diversen Darmabschnitten führen. Wenn Ihr Pferd an Kotwasser leidet, sollten Sie in jedem Fall einen guten Osteopathen oder cranio-sacral Omnipathen kontaktieren und Ihr Pferd genau durchchecken lassen.

5. Ausreichende, physiologische Bewegung:

Pferde sind Bewegungstiere. Es liegt in der Natur des „Fernwanderwildes Pferd“ ständig zu fressen, wobei sie sich langsam grasend fortbewegegen. Dabei ist der Kopf gesenkt, was wiederum zu einer Entspannung der Wirbelsäule und Rückenmuskulatur führt. Den meisten Pferden mit Kotwasser tut langsame, aber umfassende (Schritt-)Bewegung sehr gut. Denn der Stoffwechsel des Pferdes ist auf gleichmäßige, langsame Bewegung von Natur aus eingestellt.

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Naturgemäße Haltung
  • Optimale Fütterung die das Immunsystem stärkt und für die Gesundhaltung der Pferde sorgt
  • Langsame Futteränderungen, besonders am Anfang und am Ende der Saison
  • Ständig verfügbares frisches und keimfreies Wasser
  • Regelmäßige Pferdepflege und Hygiene
    Gesundheitskontrollen, Impfungen, Entwurmungen
  • Verantwortungsbewusster Umgang bei Medikamenten
  • Vertraute Umgebung
  • Viel und wenn möglich freie Bewegung
  • Keine Leistungsüberforderung
  • Aufmerksamkeit

Viele Pferdehalter und Reiter unterschätzen das Thema Kotwasserproblem bei ihren Pferden. Da ein schlechter Stoffwechsel in der Regel immer zu Beschwerden führt, sollte man auch besonders auf die Verdauung achten.
Pferdehanf, leberwirksame Kräutermischungen und auch eine Darmsanierung sind dabei eine große Hilfe. Die Leber ist nicht nur bei Pferden das wichtigste Entgiftungsorgan und kann sich relativ schnell und auch ziemlich zuverlässig regenerieren. Wenn die Blutwerte keine nennenswert höheren Werte anzeigen, ist an eine Unterstützung zur Leberentgiftung zu raten. Die Pferdeleber reagiert in den meisten Fällen positiv auf Kräuter die zur natürlichen Entgiftung beitragen.

Die Gesundheit der Pferde ist nicht nur von körperlichen Faktoren abhängig, sondern auch der seelische Zustand spielt eine sehr wichtige Rolle. Ganz wichtig sind, wie schon erwähnt, eine fachgerechte Fütterung, gute Hygiene und ein optimales soziales Umfeld, sowie selbstverständlich auch viel Liebe und Zuwendung.

Fazit

Das Kotwasserproblem bei Pferden wird oftmals unterschätzt. Ein schlecht funktionierender Stoffwechsel führt beim Pferd früher oder später zu verschiedensten körperlichen Beschwerden. Im Fall von Kotwasser helfen Kräuter, Pferdehanf  und eine Darmsanierung den Pferden, um ihren Stoffwechsel wieder auf Vordermann zu bringen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und bedenken Sie stets die Lebensumstände Ihres Pferdes.

COPD Teil II: Woran erkenne ich „Dämpfigkeit“ bei meinem Pferd?

Wie erkenne ich, ob mein Pferd dämpfig ist?

Dämpfige Pferde atmen bereits bei der geringsten Anstrengung schwer und unregelmäßig. Häufig begleitet die schwere Atmung auch noch ein trockener Husten beim Pferd. Bei „dämpfigen Pferden“ erkennt man eine sogenannte „Dampfrinne“ am Rumpf entlang der schrägen Bauchmuskulatur. Das Pferd versucht aufgrund des eingeschränkten Lungenvolumens über „Pressatmung“ genügend Luft zu bekommen.  Erkennen kann man ein dämpfiges Pferd

Wie kommt es zur „Dämpfigkeit“?

Eine nicht ausgeheilte Entzündung des „Bronchialsystems“ kann zum chronischen Husten beim Pferd und im weiteren Verlauf zur Dämpfigkeit (COPD) führen. Wie gut ist die Luft im Stall Ihres Pferdes? Eine ammoniakbelastete Atemluft, zu viel Staub oder geringe Luftzirkulation begünstigen Atemwegserkrankungen bei Ihrem Pferd. Beachten Sie immer die Qualität des Raufutters. Staub oder gar Schimmel (Schimmelsporen im Raufutter) erhöhen das Risiko einer chronischen Lungenkrankheit.

Ein schwaches Immunsystem macht den Körper sowie die inneren Organe des Pferdes leichter angreifbar. Stärken Sie das Immunsystem Ihres Pferdes mit Pferdehanf und anderen Kräutern und schützen Sie so Ihr Pferd vor Erkankungen der Atemwege. Folgende Pferde Kräuter eignen sich hervorragend um Atemwegserkrankungen, sowie „Husten“ vorzubeugen oder zu mildern.

 Hier einige Kräuter, die Atemwegsbeschwerden bei Ihrem Pferd lindern können:

  • Pferdehanf (hoher Zinkanteil – stärkt das Immunsystem, wirkt durch Magnesium entspannend auf die Lungenmuskulatur)
  • Eibischblätter oder Eibischwurzel (wirkt reizlindernd und entzündungshemmend)
  • Fenchelsamen (erleichtert das Abhusten und löst den Schleim)
  • Lungenkraut (lindert den Hustenreiz)
  • Vogelknöterichkraut (löst den Schleim)
  • Malvenblüten (schützt Schleimhäute und stillt den Hustenreiz)
  • Eukalyptusblätter (wirkt krampflösend)
  • Huflattichkraut (vermindert den Hustenreiz nur bei Reizhusten ohne Schleimbildung!)
  • Süßholzwurzel (erleichtert das Abhusten)
  • Anissamen (ist entkrampfend)
  • Isländisch Moos (schützt Schleimhäute und wirkt reizmildernd)
  • Ingwer und Meerrettich/Kren (entzündungshemmend und wirkt antibiotisch – klärend für die Atemwege
  • Tipp: Kräuter und besonders Meerrettich (Kren) gern auch mit Honig und Ahornsirup versüßen, was nicht nur gut schmeckt sondern auch den Rachen und Halsbereich wohlig schmiert…

Eine Optimierung der Haltungsbedingungen bei hustenden Pferden ist auf jeden Fall ratsam. Offenstallhaltung ist für hustenanfällige Pferde sehr zu empfehlen. Sägespäne, Hanfstreu oder Rindenmulch können sehr gut als „nicht staubende“ Einstreu verwendet werden. Weiters empfiehlt es sich, das Heu vor der Fütterung zu wässern, damit man unnötigen Staub vermeiden kann. Achten Sie darauf, dass der Stall gut gelüftet wird.

Befreien Sie die Koppel Ihres Pferdes von Pferdemist. Durch die Pferdeäpfel verbreiten sich oftmals Parasiten und Würmer (Lungenwürmer). Wichtig bei der Vermeidung von Krankheiten sind die „Ursachenbekämpfung“, sowie eine korrekte medizinische Behandlung durch einen Tierarzt.

COPD – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung bei Pferden

 Was heißt COPD beim Pferd?

Hinter der englischen Abkürzung COPD verbirgt sich die deutsche Übersetzung für chronisch obstruktive Lungenerkrankung beim Pferd. Bevor die Krankheit ihr Endstadium erreicht – und somit chronisch wird – durchläuft das Tier drei „Krankheitsvorstufen“:

  1. Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)
  2. Anschwellen der Schleimhaut in den Bronchien (Ödem)
  3. Krankhaft erhöhte Schleimproduktion aufgrund der dauerhaften Atemwegsentzündung (chronische Bronchitis)
  4. „Überblähung der Lunge“ bis hin zur Atemnot (Endstadium der Krankheit)

Wird diese Atemwegserkrankung beim Pferd zu spät erkannt oder nicht behandelt, so kommt es zu einer Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) und weiters zu einer starken Schädigung der Lungenbläschen. Eine physiologische Atmung ist für das betroffene Tier nicht mehr möglich. Das Pferd leidet in weiterer Folge an akuter Atemnot.

 

  1. Was geschieht bei einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur?

Als „Bronchospasmus“ versteht man eine abnorme Verengung der Bronchien, das heißt, die Atmenmuskulatur ist verkrampft und kann damit nicht ihr volles Leistungs- und somit Atemvolumen erfüllen. Die Folge ist, dass sich zu wenig Luft in der Lunge des erkrankten Tieres befindet. Es kommt zur „Kurzatmigkeit“ bei dem betroffenen Pferd. Ein weiteres Symptombild des „Bronchospasmus“ – Lungenerkrankung wäre ein unaufhörliches Husten mit Schleimauswurf.

  1. Was versteht man unter einem Lungenödem beim Pferd?

Bei einem Lungenödem bei Pferden handelt es sich um eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung in der Lunge oder dem Lungengewebe. Die Atmung des erkrankten Tieres ist meist flach und schnell. Befindet sich das Pferd bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, werden „Rasselgeräusche“ bei der Atmung festgestellt. Durch die Flüssigkeitsansammlung kann das Pferd nicht mehr frei und ungezwungen atmen.

  1. Was bedeutet „chronische Bronchitis beim Pferd “?

Unter „chronischer Bronchitis“ versteht man eine dauerhafte Entzündung der Atemwege beim Pferd.

  1. Was bedeutet „Atemnot“?

Der medizinische Fachbegriff für „Luftnot“ oder „Atemnot“ lautet Dyspnoe. Sowohl in einer Ruhephase, als auch bei geringer körperlicher Belastung kommt es beim erkrankten Pferd zur Atemnot und damit zu einer Sauerstoffschuld. Dies führt zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit und chronischen Unterversorgung des gesamten Organismus.

COPD, oder langläufig als„Dämpfigkeit“ bekannt, ist eine chronische Erkankung der Atemwege. Diese sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Im zweiten Teil von unserer COPD-Artikelserie erfahren Sie weitere Tipps und Behandlungsmöglichkeit, um dämpfigen Pferden zu helfen.

 

Kolik beim Pferd Teil II – eine Krankheit mit vielen Gesichtern…

Eine Kolik beim Pferd muss immer ernst genommen werden.

Wie wir schon wissen, ist das Krankheitsbild Kolik nicht immer einheitlich. Es können sehr unterschiedliche Symptome auftreten. Aber eines steht auf jeden Fall fest:

Das Pferd hat Schmerzen und zeigt ein ungewöhnliches Verhalten!

 

Sofortmaßnahmen bei Kolikpferden:

Wenn Sie glauben, dass Ihr Pferd an einer Kolik leidet, verständigen Sie sofort den Tierarzt.

Es handelt sich bei einer Kolik um einen NOTFALL!

Bis zum Eintreffen des Tierarztes sollen Sie Ihr Pferd im Schritt führen. Bewegung hilft und entkrampft die schmerzende Bauchgegend des Pferdes. Lassen Sie Ihr Pferd auf keinen Fall fressen oder trinken. Beobachten Sie ob das Tier „äpfelt“ – dabei handelt es sich um eine sehr wichtige Information für den Tierarzt. Wenn das Pferd stark schwitzt legen Sie ihm eine Abschwitzdecke auf, damit es nicht auskühlt.

Kontrollieren Sie bis zum Eintreffen des Tierarztes:

  • Puls
  • Atemfrequenz
  • Körpertemperatur
  • Kreislauf des Pferdes

Wie und wo kontrolliere ich den Puls des Pferdes?

Fühlen können Sie den Puls an der Unterkante der „Ganasche“, seitlich an der Schweifrübe oder oberhalb der Fessel am Vorderbein.

Ruhepuls:

In Ruhe haben Pferde einen Puls zwischen 30 und 40 Schlägen pro Minute.

Puls bei Belastung:

Bei Belastung steigt der Herzschlag schnell auf 100-120 Schläge pro Minute. Der Maximalwert liegt bei 200 Schlägen pro Minute.

Der richtige Wert:

Zählen Sie 20 Sekunden lang die Schläge und multiplizieren Sie diesen Wert mit drei.

Neben der Zahl der Schläge sind auch die Art der Schläge und der Rhythmus wichtig.

Atemfrequenz kontrollieren:

Am einfachsten lässt sich die Atmung anhand der Flankenbewegungen beurteilen. Schon bei einer ganz flachen Atmung erkennen Sie die Atemzüge. Zählen Sie entweder immer das Einatmen oder das Ausatmen.

Atmung bei Großpferden:

Ein Großpferd macht in Ruhe etwa acht-16 Atemzüge pro Minute.

Atmung bei Kleinpferden:

Bei Kleinpferden kann der obere Atemwert auch 24 erreichen.

 

Wie messe ich die Körpertemperatur des Pferdes?

Das geht mit einem ganz normalen Fieberthermometer im After.

Normal für ein erwachsenes Pferd sind Temperaturen zwischen 37,3 und 38,0 ° C.

 

Wie kontrolliere ich den Kreislauf des Pferdes?

Orientieren Sie sich nach dem Zahnfleisch des Tieres. Ist dieses rosig, so ist der Kreislauf in Ordnung. Ist es gelblich oder gar weiß verfärbt, ist das ein Alarmsignal.

 

Was macht der Tierarzt bei einer Kolik?

Nach eingehender Untersuchung und Informationseinholung durch den Pferdebesitzer, wird der Tierarzt sich ein genaues Bild machen können und wissen, um welche Art von Kolik es sich handelt. Danach entscheidet er was zu tun ist. Manchmal reichen schon schmerzlindernde und krampflösende Medikamente um die Schmerzen zu lindern. In manchen Fällen (Verstopfungskolik) muss der Magen ausgepumpt werden oder das Pferd bekommt einen Einlauf. Liegt tatsächlich ein Darmverschluss, oder Darmverschlingung vor, muss das Pferd sofort operiert werden. Innerhalb kürzester Zeit kann Ihr Pferd sterben, wenn es nicht schnell Hilfe bekommt. Bereiten Sie also bei einem Verdacht auf Kolik einen Pferdehänger für einen Abtransport in die Klinik vor.

 

 

 

Kolik beim Pferd – eine Krankheit mit vielen Gesichtern…

Was ist eine Kolik beim Pferd?

Als Kolik werden sämtliche Krankheitsanzeichen im Magen/Darm Bereich beim Pferd bezeichnet. Das Krankheitsbild zeigt oftmals unterschiedliche Symptome. Auch die Ursachen für die Entstehung dieser Krankheit können vielfältig sein. Die „Kolik“ selbst, zeigt sich durch heftige, teils krampfartige Schmerzen im Bauchraum des Pferdes.

Der Tierarzt unterscheidet Koliken nach:

  • Ursache
  • Verlauf
  • Art der Störung

Um welche Kolikerkrankung es sich handelt ist oftmals nicht so einfach herauszufinden. Wie oben erwähnt zeigt diese Pferdekrankheit verschiedenste Symptome und Krankheitsverläufe. Einzig und alleine der Tierarzt kann nach genauer Symptombeschreibung des „Pferdebesitzers“ und gründlicher Untersuchung des Tieres in der Lage sein, die richtige Behandlung vorzunehmen.

Woran erkennt der Pferdebesitzer eine Kolikerkrankung?

Die sichtbaren Symptome einer Kolik beim Pferd sind vielfältig. Sie unterscheiden sich je nach Kolikursache, Stadium und individuellem Empfinden des Pferdes. Erste erkennbare Symptome sind:

  • Scharren mit den Vorderhufen,
  • Fressunlust
  • Stereotypes im Kreis gehen
  • Gähnen
  • Bedürfnis sich niederzulegen
  • Flach gestreckte Liegehaltung
  • Wälzen
  • Wiederholter Blick auf die Flanken/Bauchregion
  • Schweiß im Flanken und Halsbereich
  • Erhöhte Puls und Atemfrequenz
  • Erhöhte Körpertemperatur
  • Blähungen und unnatürlicher Kotabsatz (keiner oder Durchfall)

Für uns Pferdebesitzer ist es daher wichtig über die wichtigsten Kolikarten bescheid zu wissen.

Bekannte Kolikerkrankungen:

  1. Krampfkolik
  2. Gaskolik
  3. Verstopfungskolik
  4. Dünndarmverdrehung
  5. Magenüberladung
  6. Darmverschluss

1.) Krampfkolik

Diese ist die häufigste Form der Kolik bei Pferden. Wetterumschwünge, Stress, Überanstrengung, sowie das Trinken von großen Mengen kalten Wassers können eine Krampfkolik beim Pferd auslösen. Die Symptome einer Krampfkolik sind sehr heftig (anfallsartig). Umgangssprachlich kennen wir Reiter die Krampfkolik auch als „Wetterkolik“.

2.) Gaskolik:

So wie der Name schon sagt, kommt es bei dieser Art Kolik zu einer Aufgasung im Darm des Pferdes. Meist ist hier der Dickdarm betroffen. In Folge dieser „Aufblähung“ kommt es zu einer „Überdehnung des Darms“, welches dem Pferd starke Schmerzen bereitet. In Extremfällen kann die Aufgasung zu einem Riss im Darm führen. Die Ursachen für eine Gaskolik sind meist Fütterungsfehler wie zum Beispiel Rasenmähergras, frisches Brot, Gemüse, Klee oder Luzerne, zuckerreiches Futter, oder generell eine nicht intakte Darmflora.

3.) Verstopfungskolik:

Diese Kolik führt zu einer Verstopfung und im Akutfall einem vollständigen Verschluss des Dickdarms beim Pferd. Die Symptome sind bei dieser Art Kolik eher schleichend und wenig heftig. Die Pferde fressen schlecht, wirken eher träge und zeigen oftmals Kreislaufschwäche. Die betroffenen Tiere liegen gerne in Seitenlage.

4.) Dünndarmverdrehung:

Diese Kolikform ist besonders dramatisch!

Sie setzt oft plötzlich ein und entwickelt heftige Schmerzen. Das Pferd wirft sich spontan auf den Boden und wälzt sich vor Schmerz. Das Tier krümmt den Rücken und der Gesamtzustand des Tieres verschlechtert sich sehr rasch. Häufig kommt diese Kolikform bei Fohlen vor.

5.) Magenüberladung:

Zu einer Magenüberladung kommt es, durch eine sehr rasche Aufnahme von großen Futtermengen. Dabei ist besonders quellfähiges Material der Auslöser, wie z.B. uneingeweichter Leinsamen oder große Mengen an Pellet-Kraftfutter! Es kommt zu einer Überdehnung der Magenwand. Dies verursacht heftige Schmerzen. Pferde können nicht „brechen“, dadurch muss bei dieser Kolikform der Mageninhalt durch eine Sonde entfernt werden, um dem Tier weitere Schmerzen zu ersparen.

6.) Darmverschluss:

Der Darmverschluss auch Darmdrehung, Darmverlagerung oder Darmverschlingung beim Pferd je nach Lage des Darms genannt ist die schlimmste Form einer Kolik beim Pferd.

  • Darmdrehung: Liegt ein Teil des Darms um die eigene Achse herum oder knickt ab.
  • Darmverlagerung: Verlagert sich der Darm an einer anderen Stelle innerhalb, oder außerhalb des Bauchraums.
  • Darmverschlingung: Hat sich der Darm meist um sich selbst herum verschlungen, verknotet oder ineinander eingestülpt. In allen Formen ist der Darm des Pferdes verschlossen und der Nahrungsbrei kann nicht weiter verarbeitet werden.

Es ist unumgänglich, bei Koliksymptomen beim Pferd den Tierarzt zu verständigen! Der Pferdebesitzer sollte in der Lage sein, die Körpertemperatur und den Puls des Pferdes zu messen. Es ist für den Tierarzt sehr hilfreich, diese Werte schon am Telefon zu erfahren, da er sich möglicherweise schon ein ungefähres Bild machen kann.

Überprüfen Sie Puls, Atmung und Kreislauf des Pferdes bis zum Eintreffen des Tierarztes – wie das funktioniert erfahren Sie im zweiten Teil unserer Kolikserie.

Kotwasser bei Pferden – mögliche Ursachen

Stoffwechselerkrankungen können zu unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden bei Pferden führen. Kotwasser zählt zu einer bekannten Erkrankung des Magen-/Darmtraktes bei Pferden. Ob im Sommer oder im Winter leiden die Pferde  nasse Beine und gereizter Haut, sowie Blähungen und Bauchkrämpfen.

Was versteht man unter Kotwasser?

Bei der „Kotwasserproblematik“ ist die Konsistenz der Pferdeäpfel normal. Vor oder nach dem Kotabsatz läuft bräunliches Wasser aus dem After. Dabei handelt es sich nicht um Durchfall! Hautreizungen oder offene Stellen, sowie ein generelles Unbehagen können die ungangenehmen Folgen sein.

Mögliche Ursachen von Kotwasser:

  • Stoffwechselerkrankung (gestörte Darmflora)
  • Fütterungsfehler (einseitige und falsche Ernährung)
  • Parasiten (Boxenhygiene, falsche Entwurmung, falsches Weidemanagement)
  • Zahnproblematik
  • psychische Belastung (Stress durch lästigen Boxennachbar, zuwenig Zuwendung)
  • Blockaden der Wirbelsäule
  • Bewegung

Um dem Kotwasserproblem auf den Grund zu gehen, sollten Sie nicht nur versuchen den Stoffwechsel Ihres Pferdes auf Vordermann zu bringen, sondern auch die Lebensumstände des erkrankten Tieres berücksichtigen. Ein paar wichtige Tipps zur Behandlung von Kotwasser und Stoffwechselproblemen bei Pferden finden Sie in diesem Artikel.

EMS – Equines Metabolisches Syndrom

Viele Pferde in unseren Breiten leiden an der sogenannten Wohlstandserkrankungen…

Was ist EMS?

EMS ist eine Stoffwechselerkrankung bei Pferden, die mit einer Insulinresistenz einhergeht. Der Organismus reagiert nur mehr schlecht auf die Insulinausschüttung und hat den Zuckerstoffwechsel nicht mehr im Griff. Es liegt eine Erkrankung des endokrinen Systems – also des Hormonhaushalts – des Pferdes vor. Das equine metabolische Syndrom beim Pferd führt dazu, dass der Körper Botenstoffe produziert, die zur Schädigung des Hufbeinträgers beitragen. Ist das Stadium schon sehr fortgeschritten, kann sich eine chronische Hufrehe entwickeln.

Welche Pferde sind am häufigsten von EMS betroffen?

Betroffene Pferde sind vorwiegend „leichtfüttrige Rassen“ wie Haflinger, Fjordpferde, Araber oder Isländer. Die Tiere sind häufig im Alter von 6 und 20 Jahren betroffen. Bei den Pferden zeigen sich deutliche Fettablagerungen im Bereich des Mähnenkammes, im Schulterbereich, der Kruppe, aber auch des Schweifansatzes. Weiters bemerkt man bei diesen Pferden eine mangelnde Leistungsbereitschaft. Die ersten Symptome treten häufig ab dem 8 Lebensjahr deutlich auf. Bei Stuten sind es Auffälligkeiten rund um die Rosse (ausbleibende Rosse oder übermäßige Rosse). Brüchige Hufe, Hufreheschübe, sowie allgemeine Störungen im Hufbereich können auch auf EMS hinweisen.

Was kann ich tun gegen EMS?

Die wichtigste Maßnahme ist die Fütterung. Füttern nach Leistung, so heißt das Motto! Gutes Raufutter, in erster Linie einwandfreies Heu ist die Basis der gesunden Pferdeernährung. Melasse, Zuckerstoffe und stärkereiches Getreide sollten gar nicht bzw. so wenig wie möglich an die betroffenen Tiere verfüttert werden. Auch von Rüben und Äpfeln und anderen Zuckerreichen Obst- und Gemüseleckerchen ist erstmal abzusehen.

Ebenfalls genauestens ins Visier zu nehmen ist die Weidezeit. Frische, junge Grashalme sind sehr „zuckerhaltig“ (hoher Fruktanwert) und deshalb nicht empfehlenswert für EMS-Pferde. Pferdehanf kann aufgrund seiner vielfältigen Vitallstoffe und Stoffwechsel-optimierenden Spurenelemente und Mineralien einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Allgemeinzustandes von EMS-Pferden beitragen.

Wie kann man betroffenen Pferden neben helfen?

  1. Bewegung – solange das Pferd noch keine Hufrehe-Symptome zeigt ist wichtig! Auch hier gilt es wieder: nichts übertreiben – mäßig aber regelmäßig und langsam die Intensität der Bewegung steigern! Hauptbewegungsgangart ist der Schritt.
  2. Den Stoffwechsel durch Homöopathie und alternative manuelle Therapien wie Akupunktur, Massagen, Lymphdrainage unterstützen.
  3. Optimierte, zuckerarme, leistungsgerechte Fütterung wie vorab beschrieben. Sie tun Ihrem Pferd nichts Gutes, wenn Sie es aus Liebe überfüttern. Genügend Raufutter, wohl überdachte, stoffwechseloptimierende Zufütterung –  z.B. mittels Pferdehanf oder anderen gesunden Kräutern wie Brennessel – sind sehr wichtig.

Hufrehe beim Pferd – Vorsicht in der Frühlingszeit mit Fruktan reichem Gras

Hufrehe beim Pferd - Fruktanreiches Gras HufreheHufrehe ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung des Pferdes und kann viele Auslöser haben. Im Frühjahr ist der Fruktangehalt (Zuckergehalt) des jungen, noch kurzen Grases besonders hoch. Ausgestattet mit vielen Kohlehydraten zum Wachsen schießt es aus dem Boden. Nach der langen Winterzeit mit Raufutter-Mahlzeiten stürzen sich die Pferde gierig auf das junge Gras. Aber Vorsicht, dieses fruktanreiche Gras kann ein Auslöser für Hufrehe sein. Um genau zu sein, es kann zur stoffwechselbedingen Rehe bei Pferden führen. Besonders hoch ist der Fruktangehalt beim sehr verbreiteten „Deutschen Weidegras“.Nicht nur Fruktane auch Toxine – also Giftstoffe – findet man konzentriert im jungen Gras. Australische Forscher fanden heraus, dass sich das junge Grün vor dem Fressen schützt, indem es Giftstoffe produziert. Der Sinn ist einleuchtend: Das Gras will sozusagen nicht gefressen werden, bevor es zum Samenstand und damit zur weiteren Verbreitung des Grases kommt. Deshalb schützt es sich mit der Produktion von Toxinen. Um unsere Pferde vor stoffwechselbedingter Hufrehe, aber auch generell vor Stoffwechselproblemen und Verdauungsproblemen wie Durchfall zu bewahren, sollten die Pferde erst auf Wiesen mit einer Graslänge von mindestens 15, besser 20 Zentimetern gelassen werden (hier finden Sie weitere Informatione über eine angemessen Hufrehe Fütterung). Auch wenn das junge Grün noch so verlockend ist, sollte man den Pferden zuliebe besser ein bis zwei Wochen länger warten, bevor man mit Verdauungsproblemen oder gar Hufrehe bei seinem Pferd konfrontiert wird.

Frühlingszeit – Hufrehezeit? Achtung vor Fruktan reichem Gras

Im Frühjahr ist der Fruktangehalt (Zuckergehalt) des jungen, noch kurzen Grases besonders hoch. Ausgestattet mit vielen Kohlehydraten zum Wachsen schießt es aus dem Boden. Nach der langen Winterzeit mit Raufutter-Mahlzeiten stürzen sich die Pferde gierig auf das junge Gras. Aber Vorsicht, dieses fruktanreiche Gras kann ein Auslöser für Hufrehe sein. Um genau zu sein, es kann zur Stoffwechselbedingen Rehe bei Pferden führen. Besonders hoch ist der Fruktangehalt beim sehr verbreiteten „Deutschen Weidelgras“.

Nicht nur Fruktane auch Toxine – also Giftstoffe – findet man konzentriert im jungen Gras. Australische Forscher fanden heraus, dass sich das junge Grün vor dem Fressen schützt, indem es Giftstoffe produziert. Der Sinn ist einleuchtend: Das Gras will sozusagen nicht gefressen werden, bevor es zum Samenstand und damit zur weiteren Verbreitung des Grases kommt. Deshalb schützt es sich mit der Produktion von Toxinen.

Um unsere Pferde vor stoffwechselbedingter Hufrehe, aber auch generell vor Stoffwechselproblemen und Verdauungsproblemen wie Durchfall zu bewahren, sollten die Pferde erst auf Wiesen mit einer Graslänge von mindestens 15, besser 20 Zentimetern gelassen werden. Auch wenn das junge Grün so verlockend ist, sollte man den Pferden zuliebe besser ein bis zwei Wochen länger warten, bevor man mit Verdauungsproblemen oder gar Hufrehe bei seinem Pferd konfrontiert wird.

Arthrose beim Pferd – Definition – Teil 1

Arthrose beim Pferd - Definition
Arthrose beim Pferd ist eine ernstzunehmende und immer häufiger anzutreffende Erkrankung des Bewegungsapparates beim Pferd. Arthrose kann sehr schmerzhaft fürs Pferd sein. Daher gehen viele Pferde lahm, wenn sie an Arthrose leiden. An Arthrose leiden nicht nur alte Pferde oder Sportpferde, sondern häufig auch Pferde unter fünf Jahren und Freizeitpferde. Aber was ist Arthrose überhaupt?
Arthrose ist eine chronische, schmerzhafte, funktionsbehindernde Gelenksveränderung. Sie entsteht aus der akuten Arthritis. Arthritis ist eine akute Entzündung in einem Gelenk. Arthrose beim Pferd kann grundsätzlich alle Gelenke des Pferdes betreffen.

Folgende Formen von Arthrose beim Pferd kommen besonders häufig vor:

  • Hufgelenksarthrose und Hufrollenentzündung
  • Schale – Arthrose am Kronbein/Krongelenk
  • Spat – Arthrose der kleinen Gelenkreihen am Sprunggelenk
  • seltener Arthrose beim Karpalgelenk

Grundsätzlich sind Gelenke mit mehr Bewegungsfreiheit eher betroffen als sogenannte „straffe“ Gelenke mit wenig Bewegungsamplitude.

Welche arthrotischen Veränderungen findet man beim Pferd vor?

  1. Die Knorpelflächen können abgeschliffen sein oder abgesprengt. Es kommt zur sogenannten Chipbildung.
  2. Die Gelenkkapsel kann vergrößert oder verdickt sein.
  3. Häufig kommt es langfristig auch zu Knochenauftreibungen rund um das betroffene Gelenk.

In jedem Fall ist die Beweglichkeit und Pufferwirkung des Gelenks bei Arthrose oder Arthritis beim Pferd negativ beeinträchtigt. Aufgrund der entzündlichen Prozesse kann es langfristig auch zur Knochenauflösung der der gelenknahen Knochen kommen.

Aktive Gesundheitsvorsorge beim Pferd – Richtiges Aufwärmen

Nicht nur im Winter, sondern in jeder Jahreszeit ist es sehr wichtig, sein Pferd vor der „Arbeitsphase“ gut aufgewärmt und gelöst zu haben. Wenn ein Pferd in Offenstallhaltung untergebracht ist, wird es selten wirklich „kalt“ sein. Pferde sind Lauftiere und Dauerfresser und daher ständig auf Futtersuche und in Bewegung. Der Bewegungsimpuls geht verloren, wenn ein Pferd jedoch in einer Box gehalten ist.

Arthrose beim Pferd vorbeugen

Die stehende Körperhaltung führt dazu, dass die Gelenkschmiere innerhalb eines Gelenks verdrängt wird. Fehlende Bewegung führt außerdem zu einer deutlich verminderten Produktion von Gelenksschmiere. Die Folge sind sogenannte „trockene Gelenke“. Die Gelenkschmiere oder Synovia ist aber nicht nur für eine reibungslose Beweglichkeit von Gelenken wichtig, sondern vor allem auch für die Knorpelernährung. Wenn Pferde zu viel Zeit des Tages im Stehen verbringen, kann dies langfristig zu einer Unterernährung der Gelenkknorpel führen. Als Folge haben solch bewegungsarm gehaltene Pferde eine hohe Disposition also Risiko an Arthrose oder Arthritis zu erkranken.

Unzureichendes Aufwärmen bei Pferden birgt Gefahren für die Gelenke

Besonders verstärkt istdieses Risiko, wenn man Pferde unzureichend aufwärmt. Ein Pferd, das in der Box gehalten wird, sollte mindestens zwanzig Minuten im Schritt gearbeitet werden, bevor es in höherer Gangart bewegt wird. Dies gilt nicht nur fürs Reiten, sondern auch fürs Longieren oder Freispringen lassen. Die Gelenkknorpel des Pferdes werden während der Bewegung über die erhöhte Gelenkflüssigkeitsproduktion nicht nur „geschmiert“, sondern sie quellen wie ein Schwamm regelrecht auf. Trockene Knorpel sind hart und unelastisch und vertragen Stöße wie z.B. beim Springen oder Galoppieren schlecht. Die Gefahr besteht, dass das Pferd feine Kapselrisse erleidet. Dies kann übrigens auch bei übermütigen Bocksprüngen eines unaufgewärmten Pferdes auf der Koppel passieren.

Auch die Muskulatur eines Pferdes kann bei unzureichendem Aufwärmen Schaden nehmen

Aber nicht nur die Gelenke können Schaden nehmen aufgrund eines „Kaltstarts“. Auch die Muskeln und Sehnen sind am Anfang der Bewegung weniger durchblutet und weniger locker. Als Folge kann es aufgrund der reduzierten Dehnfähigkeit zu Muskelfaserrissen oder Sehneneinrissen kommen. Diese Schäden können sehr langwierig zu rehabilitieren sein. Um Arthrose beim Pferd oder Muskel- bzw. Sehnenschäden zu vermeiden, ist auf ganzjährige ausreichende Bewegung des Pferdes sehr wichtig. Einerseits um die Gelenke ausreichend zu ernähren, andererseits um die Muskulatur locker zu erhalten und dem natürlichen Bewegungstrieb des Pferdes gerecht zu werden. Sehr wichtig ist die ausgiebige Schrittphase am Anfang jeder Trainingseinheit. Denn erst nach zwanzig Minuten sind Gelenke, Sehnen und Muskeln erst optimal geschmiert bzw. durchblutet und das nicht nur im Winter!

Erfahrungsberichte

Stoffwechsel

stoffwechsel-pferdehanf"...Durch Zufall bin ich auf der Suche nach Verbesserungen auf den Pferdehanf gestoßen und füttere seit September 2011 – 3 Meßlöffel pro Tag. Im Winter 11/12 hat sie zum ersten Mal keine Symptome mehr gezeigt, hat sogar etwas zugenommen und mir ist zudem aufgefallen, daß Linda nicht mehr bei jeder kleinsten Arbeit verschwitzt ist."

Pferdehanf bei Stoffwechselproblemen beim Pferd...

Sommerekzemen

sommerekzemen-pferde„…Meinem Pony Philip geht es mit der Zufütterung von Pferdehanf sehr gut. Philip bekommt das Pferdehanf seit dem 01.06.2010 und seit dem hat er richtig tolle Hufe bekommen. Sein Sommerekzem ist deutlich besser geworden, er scheuert seine Mähne gar nicht mehr nur noch ganz leicht am Schweif. Er verliert jetzt auch sein Winterfell früher als Anfang Juni.“

Zum Erfahrungsbericht: Verbesserung von Sehnenproblemen...

Sehnenprobleme

Sehnenprobleme"...Diagnose: chronische Sehnenscheidenentzündung.

Dann habe ich von Pferdehanf gehört und es einfach mal ausprobiert. Nach nur wenigen Tagen habe ich mein Pferd kaum wieder erkannt. Aus dem faulen Phlegmatiker ist ein gehfreudiges lockeres Pferd geworden. Die Schwellung der Sehne ist weg, keine Anzeichen von Lahmheit, keine Schmerzreaktion auf Druck."

Zum Erfahrungsbericht: Verbesserung von Sehnenproblemen...

Hufrehe / Arthrose

hufrehe-arthrose"...Durch Zufall bin ich auf der Suche nach Verbesserungen auf den Pferdehanf gestoßen und füttere seit September 2011 – 3 Meßlöffel pro Tag. Im Winter 11/12 hat sie zum ersten Mal keine Symptome mehr gezeigt, hat sogar etwas zugenommen und mir ist zudem aufgefallen, daß Linda nicht mehr bei jeder kleinsten Arbeit verschwitzt ist."

Lesen Sie den Erfahrungsbericht über Arthrose beim Pferd...

Altes Pferd

altes-pferd„Nach 4 Wochen Fütterung mit Pferdehanf ist sein Fellwechsel nun endlich in vollem Gange und sein neues Fell glänzt wie schon ewig nicht mehr. Ausserdem fällt ihm die Bewegung eindeutig leichterund er bewegt sich als wäre er wieder mindestens 10 Jahre jünger. Wir sind nun schon einige Male wieder gemeinsam spazieren gegangen und er hat sichtbar Muskulatur zulegen können.“

Mehr über Fellwechsel bei alten Pferden…

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