Hufrehe Erkrankung

Hufrehe

Eine Hufrehe kann durch mehrere Ursachen ausgelöst werden. Ihnen ist gemeinsam, dass sie zu einer Störung der Mikrozirkulation des Blutes im Bereich der Huflederhaut führen.

Was ist Hufrehe:

Hufrehe ist eine Pferdekrankheit, unter der man eine Entzündung der Huflederhaut versteht. Dabei löst sich die Hufkapsel von der Lederhaut. In Extremfällen, kann es auch zum völligen „Ausschuhen“ kommen. Bei einer chronischen Rehe kann es auch zu einer Hufbeinrotation führen.

Es gibt mehrere „Arten der Hufrehe:

  1. Medikamentenrehe
  2. Belastungsrehe
  3. Geburtsrehe
  4. Futterrehe
  5. Vergiftungsrehe

Arten der Hufrehe:

  1. Medikamentenrehe:

Medikamente können ebenfalls die Ursache für eine Hufrehe sein. Unter besonderem Verdacht stehen „Cortisonpräparate“.

  1. Belastungsrehe:

Die Überlastung des Pferdehufes durch:

    • falsches Training
    • übermäßige Arbeit
    • harte Untergründe und lange Stehphasen, birgt das Risiko der Entstehung der sogenannten Belastungsrehe.
  1. Geburtsrehe:

Verbleiben beim Abfohlen kleine Überreste der Nachgeburt in der Gebärmutter, kommt es zu einer „bakteriellen Zersetzung“. Die entstehenden Zerfallsprodukte, gelangen so in den Blutkreislauf des Pferdes und verursachen eine Geburtsrehe.

  1. Futterrehe:

Eine weit verbreitete Form der Hufrehe, ist die durch eine falsche Fütterung verursachte Futterrehe. Hierbei kommt es zu Stoffwechselstörungen beim Pferd. Freigesetzte Gifte gelangen über den Blutkreislauf in die Huflederhaut. Auch durch eine zu reichliche Fütterung mit Gras, kann es zu einer Futterrehe beim Pferd kommen. Hierbei scheint „Fruktan“ für die entstehende Hufrehe verantwortlich zu sein.

  1. Vergiftungsrehe:

Von Giftpflanzen wie:

Robinien

Rizinus

Eicheln

Vor allem Schimmelpilzen, die häufig im Futter zu finden sind, geht eine große Gefahr der Vergiftungsrehe aus.

Wie äußert sich „Hufrehe“ beim Pferd?

Ein erstes Zeichen ist ein eher kühlerer Huf als im Normalzustand. Dieses erste „kühle“ Zeichen, bleibt in den meisten Fällen unbemerkt. Außerdem ist der anfänglich „kühle Huf“ meist nur einige Minuten kühl und wird dann, nach fortgeschrittener Entzündung warm. Auch am Kronrand bemerkt man eine leichte Schwellung. Ein erhöhter Puls im Bereich der Zehenarterien (Hinterseite Fesselkopfes) lässt sich ertasten. Die Pferde zeigen einen verhaltenen Gang, flache, kurze Schritte und zu fortgeschrittener Krankheit, einen immer steifer werdenden Gang. Beim Abtasten der Hufsohle, zeigt das Pferd eine erhöhte Schmerzhaftigkeit! Ein weiteres körperliches Zeichen ist eine erhöhte Atmung. Fieber ist nicht auszuschließen. Das Pferd verhält sich eher unruhig und man sieht es ihm an, dass es unter mehr oder weniger starken Schmerzen leidet.

Bei einem akuten „Hufreheschub“, unterscheidet man zwischen vier „Schmerzgraden“.

Grad 1: Das Pferd hebt die Hufe abwechselt. Im Schritt ist kaum eine Veränderung zu erkennen, jedoch bemerkt man spätestens im Trab einen kurzen, steifen Gang.

Grad 2: Das Pferd geht willig im Schritt, aber man erkennt einen steifen Gang. Das Aufheben eines Fußes ist noch ohne Schwierigkeiten möglich

Grad 3: Das Pferd bewegt sich äußerst ungern und wehrt sich heftig gegen den Versuch einen Fuß aufzuheben.

Grad 4: Totale Bewegungsverweigerung beim Pferd stellt sich ein. Es bewegt sich nur mehr unter Zwang und hat schon sehr starke Schmerzen.

Sofortmaßnahmen bei Hufrehepatienten:

Bei auftretender Hufrehe ist eine sofortige Verständigung des Tierarztes notwendig. Sollten Sie Ihren Hufschmied erreichen, so kann auch dieser, in Verbindung mit dem Tierarzt, zu Rate gezogen werden. Empfehlenswert ist es das betroffene Bein, bzw. Beine zu kühlen. Kaltes Wasser hilft die Schmerzen ein wenig zu lindern und den Entzündungsprozess zu hemmen. Nach Absprache mit dem Tierarzt könnte bis zu dessen Eintreffen „Acetylsalicylsäure“ (Schmerzmittel) verabreicht werden. Wichtig bei Hufrehe ist nicht nur eine Behandlung der Krankheit durch den Tierarzt und Hufschmied, sondern auch über eine mögliche Ursachenbekämpfung nachzudenken!

Vorbeugen gegen Hufrehe!

Eine sofortige, wohl überlegte Futterumstellung ist bei allen „Rehepatienten“ zu empfehlen. Artgerechte Haltung mit Bewegungsfreiheit und entsprechend großen Flächen ist sehr wichtig für das Pferd. Giftpflanzen, sowie Pilze sollten von den Pferdeweiden entfernt werden. Artgerechte Fütterung und füttern nach Leistung, sollte oberstes Prinzip sein. Vermeiden Sie Übergewicht bei Ihrem Pferd.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme gilt für das Frühjahr, wo die ersten Graspflänzchen zu sehen sind. Junges Gras enthält eine Menge Zucker – Futterrehe!

Vermeiden Sie Bewegung mit Ihrem Pferd auf zu hartem Untergrund. Trab und Galopp bitte nicht auf harten Böden. Nach langen Ausritten, oder Transporten kühlen Sie bitte die Beine Ihres Pferdes. Setzen Sie auf genügend, qualitativ hochwertiges Raufutter, sowie ein paar Äpfel und Karotten. Bevorzugen Sie bei der Hufrehe Fütterung auch Stroh, es dient als leckerer „Zwischensnack“ und ist reich an Ballaststoffen.

Hufrehe ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung des Pferdes. Wie bei allen Krankheiten ist es immer wichtig auch die Ursache für einen „Krankheitsausbruch“ zu finden und zu bekämpfen. Achten Sie stets auf die tägliche Körperpflege, sowie auf einen regelmäßige „Koppelkontrolle“. Beobachten Sie Ihr Pferd kümmern Sie sich liebevoll um das Tier. Eine liebevolle Betreuung ist die Beste Vorbeugung und der erste Schritt in die richtige Richtung!

 

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Erfahrungsberichte

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stoffwechsel-pferdehanf"...Durch Zufall bin ich auf der Suche nach Verbesserungen auf den Pferdehanf gestoßen und füttere seit September 2011 – 3 Meßlöffel pro Tag. Im Winter 11/12 hat sie zum ersten Mal keine Symptome mehr gezeigt, hat sogar etwas zugenommen und mir ist zudem aufgefallen, daß Linda nicht mehr bei jeder kleinsten Arbeit verschwitzt ist."

Pferdehanf bei Stoffwechselproblemen beim Pferd...

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Dann habe ich von Pferdehanf gehört und es einfach mal ausprobiert. Nach nur wenigen Tagen habe ich mein Pferd kaum wieder erkannt. Aus dem faulen Phlegmatiker ist ein gehfreudiges lockeres Pferd geworden. Die Schwellung der Sehne ist weg, keine Anzeichen von Lahmheit, keine Schmerzreaktion auf Druck."

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